Vom 16. bis 20. September 2023 war die Ilia State University Gastgeber der internationalen Konferenz “PATTERNS OF MIGRATION – PRESENT AND PAST”. Bereichert wurde sie durch verschiedene Workshops und kulturelle Aktivitäten vom 16. bis 25. September 2023. Die Konferenz ist Teil des Forschungsprojekts „Globale Verflechtungen der Deutschen in Georgien (1817-1941)“, das von der BKM (Die Beauftragte der Bundesregierung für Kultur und Medien, Berlin, Deutschland) finanziert und organisiert von der Ilia State University und der Universität Siegen (Siegen, Deutschland).

Ziel der Konferenz war die Migrationsprozesse in Gegenwart und Vergangenheit zu analysieren, einen modernen Ansatz in der Archivquellenforschung vorzustellen und die wichtigen Aspekte digitaler Forschungsaktivitäten aufzuzeigen. Während der Konferenz präsentierten und diskutierten Professoren, Gäste und Studierende verschiedener Universitäten die wichtigen Aspekte der Migration auf der ganzen Welt und insbesondere in der Kaukasusregion. Die Hauptperspektive konzentrierte sich auf die deutsche Kolonisierung in Georgien und ihren Einfluss über die spezifische lokale Gemeinschaft hinaus. Die Teilnehmer besuchten auch drei wichtige deutsche Siedlungen in Georgien: Bolnisi (Katharinenfeld), Asureti (Elisabeththal) und Sartichala (Marienfeld).

 

 

 

Die Referenten präsentierten folgende Themen:

Stephanie Lawson: Geopolitik im pazifischen Jahrhundert
Sigrid Baringhorst: EU-Migrations- und Flüchtlingspolitik – Ziele, Strategien und Dilemmata.
Raphaela Averkorn: Migration und Wissenstransfer – Die Hugenotten.
Lali Kakhidze: Archivquellen und KI.
Uta Liebeskind: Einführung in qualitative Forschungsmethoden anhand von Projektmaterial.
Levan Tsagareli: Deutsch-georgische interkulturelle Literatur.
Marie Anna Schöbel: Die mit der Sonne bekleidete Frau – Die Rolle der Offenbarung im Leben von Joanna Southcott und Juliane von Krüdener.
Felix Lodermeier: Das Streben nach Glück in der Ferne. Die Geschichte der deutschen Diaspora in Tiflis im langen 19. Jahrhundert.
Florian Krönert: Erhoffte Freiheiten im neuen gelobten Land? Die Lebenswirklichkeit der pietistischen Siedler aus Süddeutschland in Georgien im 19. Jahrhundert.
David Jishkariani/Oliver Reisner: Deutsche Kolonisten und bolschewistische Macht – Asureti in den 1920er Jahren.
Iwa Mindadze: Deutsche Kriegsgefangene in Georgien.
Tatiana Sitchinava: Nachkriegsmigration und ihre Auswirkungen auf das sozioökonomische Umfeld Georgiens.
Andreas Gkolfinopoulos: Der Brain Drain und seine Wahrnehmung durch hochqualifizierte (Nicht-)Migranten aus Griechenland.
Tamar Taralashvili: Jugend und Migration in Georgien.
Anna Chincharauli: Umsiedlung der Tschetschenen und Chewsuren im Großen Kaukasus in den 1940er und 1950er Jahren.

 

Einige Teilnehmer waren auch Referenten bei der 8. Internationalen Wissenschaftskonferenz des Nationalarchivs in Georgien. Die Themen waren: